Psalm151

2008, 2010, 2011, 2013, …

Sabine Müller-Funk: Psalm 151Sabine Müller-Funk: Psalm 151Sabine Müller-Funk: Psalm 151
Sabine Müller-Funk: Psalm 151Sabine Müller-Funk: Psalm 151Sabine Müller-Funk: Psalm 151
Sabine Müller-Funk: Psalm 151Sabine Müller-Funk: Psalm 151Sabine Müller-Funk: Psalm 151

150 verkohlte Holzbalken à 100 x 7 x 5 cm, veränderbares System, u.a. bei Galerie artmark Wien, Künstlerhaus Wien, Ruprechtskirche Wien, Stift Göttweig

Bei der vorliegenden Installation handelt es sich um eine Arbeit, die die gesamte Sammlung der 150 Psalmen des alten Testamentes repräsentiert. Ein Text, der die Schutzlosigkeit des Menschen im Dialog mit einem unverfügbar Anderen zum Thema hat und dadurch enorm modern anmutet.
Eine Textsammlung, die zwar einem einzelnen Autor nachgesagt wird, aber ein besonderes Beispiel für die Veränderbarkeit eines Textes durch die mündliche Überlieferung über Jahrhunderte hinweg darstellt.

Jeder der Holzstäbe aus verkohltem Holz enthält in der Mitte jeweils einen WORTSPEICHER, der je einen Psalm in verschlüsselter, fragmentierter Form beinhaltet.
Die 150 Stäbe bilden ein mobiles, veränderbar zusammensetzbares System, das auf verschiedene Raumsituationen unterschiedlich reagieren und antworten kann.

Film/Animation/Projektion
Von den Psalmtexten, die in Glas graviert sind, werden stellvertretend Text-Fragmente für eine Filmanimation verwendet. Die Textfragmente treten in diesem Film in Kontakt zueinander – „kommunizieren” oder gehen auseinander, verweigern sich der Auseinandersetzung, gewinnen ein Eigenleben: Dieser entstehende Film vom Zentrum der Psalmensammlung aus nach außen hin projeziert (auf die Wände, die Menschen, die sich im Raum bewegen) stellt die Verbindung zum sie umgebenden Raum, den Rezipienten und der Klangkomposition PSALM Herbert Lauermanns her. Der Ablauf der Animation korrespondiert nicht absichtlich mit der Klangkomposition.

Die mobile Skulptur und die Animation PSALM151 sind Teil des Gesamtkunstwerkes PSALM mit dem Komponisten Herbert Lauermann.