Über Glas

Glas verwende ich als Trägerplatte für frei schwebende Ausschnitte von Gesamtzusammenhängen, als Ort der Zeitlosigkeit und Indifferenz, als Kreuzungspunkt zwischen Transzendenz und Immanenz, als komprimierte Leere, die den Beobachter in sich hineinzieht, als Verweis auf die Sehnsucht nach der Ferne, dem Anderen.
Spuren im Glas, Horizontlinien, Ausschnitte des Erdkreises verweisen imaginär auf den Erdmittelpunkt, als Metapher für das undarstellbare Zentrum allen Ursprungs.
Die anderen von mir verwendeten Materialien wie Holz, Blei, Sand sind Gegensätze:
Materialien des Diesseitigen – lichtundurchlässig, verwitternd, verbrennbar oder weich, der Verwandlung, dem Tod unterworfen.

(SMF)