Umbruch

2006

Sabine Müller-Funk: UmbruchSabine Müller-Funk: Umbruch

Performance für den „Traktorday” am 23. Juli 2006 im Rahmen des Waldviertelfestivals „Ruhe-los”, Niederösterreich

Das Wort „Schrift” leitet sich von dem lateinischen „scribere” her, was soviel wie einkratzen heißt. Schriftzeichen wurden in alter Zeit in Wachstäfelchen eingekratzt.
Die Performance nimmt darauf Bezug und „schreibt” bzw. „kratzt” den geplanten Text aber nicht in ein Wachstäfelchen, sondern direkt in die Wiese: Mit Hilfe eines alten Arbeitsgerätes, einem Heurechen, wird das Wort in die gemähte Wiese hinein frei-gekratzt. bzw frei gerecht.

Das geheute bzw. gerechte Wort „Umbruch” spielt mit seinen verschiedenen Bedeutungsebenen:

  • dem „Seitenumbruch” beim Druck eines Buches
  • dem „Umbruch” in der Landwirtschaft, vielfach von der Lebensmittelproduktion zur Landschaftspflege, dem geänderten Verhältnis zwischen Stadt und Land, zwischen Zentrum und Peripherie.